Futter für den Weinschrank – 5 Reben, die man kennen sollte

Der Weinschrank – ein Ort des Genusses

Für Weinkenner, Hobby-Sommeliers und Freunde des guten Geschmacks gehört er zum guten Ton und auch zur guten Küche: der Weinschrank. Hier werden die Erinnerungen an den letzten Urlaub in Frankreich gelagert, hier warten die edlen Tropfen aus dem Geburtsjahr des Erstgeborenen. Bei punktgenauen Temperaturen warten Rot – und Weißwein auf die nächste Weinprobe unter Freunden oder den perfekten Moment für perfekten Wein. Wir verraten welche Reben und Weine in Ihrem Weinkeller nicht fehlen sollten und welche Trends für dieses Jahr anstehen.

Klassische Reben – die Basis für den Weinschrank

1. Cabernet Sauvignon (rot): Seit den frühen 80ern auf weltweitem Erfolgskurs. Intensiv, tanninreich und klassisch rot im Geschmack schenkt uns der Cabernet Sauvignon kraftvolle und klassische Aromen. Nach ausreichender Reife verzaubert uns diese Rebe mit intensiven Johannisbeer/Cassis-Aromen und einer harmonischen Pfeffernote. Diese Rebsorte wird häufig für Cuvées verwendet, um diesen mehr Komplexität und Tiefe zu verleihen.
2. Merlot (rot): Ebenfalls ein französischer Klassiker und eine der meist angebauten Rebsorten der Welt. Die Rebe zeichnet sich durch hohen Ertrag und einfache Handhabung aus. Geschmacklich steht Merlot für vollen Rotwein. Weine aus Merlot schmeicheln dem Auge mit ihrem tiefroten Farbton. Merlot ist bekannt für seine vielschichtigen Aromen: dunkle Beeren, Kirsche, einen Hauch Erdbeere und dezente Kräuternoten verzaubern. Nach längerer Lagerung entwickelt Merlot samtige und passende Säuren, die den Wein komplexer und älter machen.
3. Syrah/ Shiraz (rot): Die komplizierte Rebsorte ist eine Kreuzung aus den alten Reben „Dureza“ und „Mondeuse Blache“. Zusammen mit Cabernet Sauvignon und Merlot gehört die rote Rebsorte zu den edelsten weltweit. Der ausgewogene und runde Geschmack vereint Cassis, Pflaume und Veilchen. Auch Brombeere und Himbeere sind charakteristisch für die weltweit angebaute Rebe. Vorsicht: dem tiefroten Wein sollte Zeit gelassen werden. Ein hoher Tanningehalt bedarf eine hohe Reifezeit in der Flasche. Vor allem junge Weine können kantig und unangenehm auffallen.
4. Riesling (weiß): der deutsche Klassiker. Inzwischen auf der ganzen Welt bekannt und beliebt, ist der Riesling ein urdeutscher Klassiker. Abhängig von Lage und Klima bietet die Rebe ein wahres Feuerwerk an unterschiedlichen Aromen. Von erdigen Zitrustönen über fruchtige Pfirsich- oder Aprikosen-Aromen bis hin zu schwarzen Johannisbeeren ist alles möglich. Neben den beliebten fruchtigen Tönen kann Riesling auch komplex! Minze, Zimt, Mandeln und Karamell, Marzipan und Wildkräuter sind ebenso charakteristisch für die weiße Edelrebe. Die ewigen Worte bleiben auch im Bereich Rebe und Wein wahr: „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“
5. Chardonnay (weiß): auch eine traditionelle französische Beere, die auszog die Welt zu erobern. Ob USA, Australien oder auch Osteuropa – Chardonnay ist ein absoluter Globetrotter. Bei dieser Rebe trifft ein schlanker und wohlgeformter Körper auf passende und angenehme Säureanteile. Der Duft von frischen Melonen und reifen Stachelbeeren ist typisch für diesen Wein. Reifer und hochwertiger Chardonnay zeichnet sich durch seine hohe Stofflichkeit und komplexen Aufbau aus. Mit Anteilen an Nussaromen und Butter erfreut er den Gaumen und die Nase. Besonders empfehlenswert sind reife Chardonnays aus dem Barriques-Fass. Diese Weine sind heute bereits Klassiker von morgen.